Grundwasser
Die natürliche Beschaffenheit des Grundwassers wird durch gelöste und ungelöste Inhaltsstoffe, die durch die chemischen und mineralogischen Eigenschaften der speichernden Gesteine bestimmt werden, sowie durch mikrobiologische Umsetzungsprozesse charakterisiert.
Beinträchtigungen der Grundwassergüte entstehen durch anthropogene Stoffe, die in das Grundwasser gelangen. Das rheinland-pfälzische Grundmessnetz zur Beobachtung der geogen bedingten Grundwasserbeschaffenheit besteht aus ca. 250 Messstellen.
Für Untersuchungen zur Ermittlung anthropogener Einflüsse werden Sondermessnetze - u.a. in Bereichen intensiver landwirtschaftlicher Nutzung, von Deponien und Schadensfällen sowie von versauerungsgefährdeten Landesteilen - unterhalten.
Trenduntersuchungen zeigen, dass während der vergangenen 15 Jahre landesweit keine signifikanten Veränderungen der Nitratbelastung des oberflächennahen Grundwassers festzustellen sind. Die "ordnungsgemäße Landbewirtschaftung" führt also in Grundwasserlandschaften mit vorwiegend landwirtschaftlicher Bodennutzung noch nicht zu einer deutlichen Verbesserung der Grundwasserqualität.
In Rheinland-Pfalz werden seit mehr als 10 Jahren sogenannte Pflanzenschutzmittel (PSM)-Monitoringprogramme durchgeführt, d.h. es werden jährlich bestimmte Landesteile auf das Vorkommen ausgesuchter PSM im oberflächennahen Grundwasser untersucht. Hierbei wird den Grundwasservorkommen unter landwirtschaftlichen Nutzflächen sowie dem Grundwasser im Nahbereich von größeren Fließgewässern (Uferfiltrat) besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Die Ergebnisse zeigen, dass in Analogie der Nitratbelastungen weiterhin insbesondere unter landwirtschaftlichen Nutzflächen PSM gefunden werden.
Der Grundwasserbericht 2007 gibt einen aktuellen Überblick über die Grundwassersituation in Rheinland-Pfalz.

